• RA Benedikt Wolf

Die Unterhaltsberechnung anhand Düsseldorfer Tabelle

Im Zusammenhang mit dem Kindesunterhalt fällt oft das Schlagwort „Düsseldorfer Tabelle“. Diese tabellarische Aufstellung ziehen die Familienrechtler zur Ermittlung des Unterhaltsbedarfs für minderjährige Kinder heran.


Die Düsseldorfer Tabelle ist eine in der Praxis nicht verzichtbare Hilfe für den beratenden Anwalt. Warum ist das so? Unser Gesetz gibt zum Bedarf des Kindesunterhalts in § 1610 BGB nur spärlich vor, dass sich ebendieser nach der Lebensstellung des Bedürftigen bemisst. Eine wirkliche Hilfestellung ist dies, wie unschwer zu erkennen ist, nicht. Das minderjährige Kind leitet seine Lebensstellung in nachvollziehbarer Weise von seinen Eltern ab. Entsprechend ist diese ausschlaggebend für den Bedarf.


Um dem Bedarf eine schärfere Kontur zu verleihen, bringt das Oberlandesgericht Düsseldorf regelmäßig mit Wirkung zum jeweiligen Jahresbeginn eine neue Tabelle heraus. Die Tabelle ist gegliedert in das einzusetzende Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen und den Altersstufen des Bedürftigen. Danach ermittelt sich der sog. Tabellenbetrag. Was ist in diesem enthalten? Auf jeden Fall der Grund- bzw. Elementarbedarf. Gängige Beispiele hierfür sind: Ernährung, Wohnkosten, Kleidung, Körperpflegeprodukte und auch das Taschengeld.


Daneben gibt es noch den sog. Mehr- oder Sonderbedarf. Pragmatisch gesehen erfasst der Mehrbedarf einen Bedarf, der regelmäßig und daher vorhersehbar auftritt. Der Sonderbedarf ist eine Art außergewöhnliche und damit unregelmäßige Belastung des Berechtigten.


Abschließend sei darauf hingewiesen, dass der Tabellenbetrag nicht dem tatsächlichen Zahlbetrag des Pflichtigen entspricht, sondern von diesem das hälftige Kindergeld, somit aktuell 102,00 € abgesetzt werden muss. Daneben ist ferner u.a. der Selbstbehalt und der Bedarfskontrollbetrag zu prüfen. Gleichwohl liegt der Schwerpunkt der anwaltlichen Tätigkeit in der Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Nettoeinkommens und der zugehörigen Argumentation.


Nicht selten besteht auch hier Gestaltungsspielraum. Gerne beraten wir individuell zu Ihrem Einzelfall.


Für Fragen wenden Sie sich jederzeit an unsere Kanzlei Watzl & Wolf Rechtsanwälte in Straubing.


Ihr Ansprechpartner ist Herr Rechtsanwalt Benedikt Wolf.


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