• RA Benedikt Wolf

Mord und Totschlag

"Das war doch ganz klar Mord", immerhin hat das der Täter auch so geplant. Diese Sicht der Dinge entspringt der landläufigen Meinung. So einfach ist es im juristischen Sinne aber nicht.


Die Tötungsdelikte sind in § 211 ff. StGB geregelt.

Die Literatur sieht den Mord als sog. Qualifikation zum Totschlag. Anders die Rechtsprechung: Sie bewertet die Delikte unabhängig voneinander.


Ein Mord im Sinne des StGB ist aber nur gegeben, wenn neben der vorsätzlichen Tötung weitere Voraussetzungen vorliegen.


Nach § 211 StGB ist Mörder, wer

aus Mordlust,

zur Befriedigung des Geschlechtstriebs,

aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.


Dabei reicht bereits das Vorliegen eines Mordmerkmals aus, um den Tatbestand erfüllen zu können.

Ganz massiv differieren aber die Rechtsfolgen. Für einen Totschlag sieht das Gericht eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vor. Ein Mord ist aus Sicht des Gesetzgebers zwingend mit

lebenslanger Freiheitsstrafe zu ahnden. Vor diesem Hintergrund wird auch verständlich, warum es in Einzelfällen zielführend sein kann, die Strategie der Strafrahmenverteidigung zu wählen.

Schon die einfache Gesetzeslektüre lehrt, dass ein Mordmerkmal vorliegen muss, wobei es auf eine Planung im Einzelnen nicht ankommt.


Es lohnt daher aus Verteidigersicht in jedem Fall die Merkmale sauber durchzuprüfen. Inhaltlich sind daneben auch die verwertbaren Beweismittel zu analysieren.

Für Beratung und jegliche Strafrechtsverteidigung wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.


Ihr Anwalt Benedikt Wolf aus Straubing




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