• RA Benedikt Wolf

Welche Klagearten kennt das Zivilrecht?

Wenn man seine Ansprüche gerichtlich im sog. Erkenntnisverfahren durchsetzen möchte, muss man natürlich wissen, welche Klageart die richtige ist. Die Wahl der falschen Klage würde höchstwahrscheinlich zum Unterliegen im Verfahren führen.


Nachstehend möchten wir einen kleinen Überblick über die gängigsten Klagearten geben.


Die wohl häufigste Klageart ist die sog. Leistungsklage. Mit anderen Worten begehrt der Kläger eine konkrete Leistung.

Beispiel ist hier die Kaufpreiszahlung für einen geschuldeten Geldbetrag  aus dem Kaufvertrag.


Möglich ist dies aber z.B. auch bei Mietzahlungen, weiter auch bei Dienst-, Werk- oder z.B. Gesellschaftsverträgen.


Mit dieser Klageart kann z. B. aber auch die Herausgabe eines Gegenstandes verlangt werden. Ein klassischer casus ist hier die Rückgabe eines Kaufgegenstandes nach ausgeübtem Rücktritt oder auch Herausgabe der Mietwohnung nach Beendigung des Vertragsverhältnisses.


Daneben herrscht v. a. die sog. Feststellungsklage vor. Mit dieser möchte die Klagepartei erreichen, dass ein Rechtsverhältnis festgestellt wird. So z. B. wenn es um künftige, noch nicht genau absehbare oder nicht bezifferbare Ansprüche geht. Oft geht es auch um die Feststellung eines Arbeitsverhältnisses bzw. dessen Bestehen.


Diese Feststellungsklage kann in verschiedenen Ausformungen verfolgt werden. So gibt es neben der "normalen" Feststellungsklage auch eine Zwischenfeststellungsklage oder auch die sog. negative Feststellungsklage. Dies sind aber spezielle Prozesssituationen, deren Darlegung hier zu weit führen würde. Grob festhalten kann man, dass mit einer Zwischenfeststellungsklage auch ein Rechtsverhältnis festgestellt werden kann, das nicht primär verfolgt wird. Die negative Feststellungsklage dient der Erörterung, dass das Rechtsverhältnis eben nicht besteht.


Daneben ist die Gestaltungsklage eine bedeutende Klageart. In deren Rahmen wird das Recht, wie der Name schon sagt, gestaltet. Die Rechtslage wird unmittelbar durch die Entscheidung verändert, ohne dass die Parteien noch etwas dazutun müssen.


Zur Veranschaulichung sei die Auflösung z. B. einer OHG oder eine Ehescheidung erwähnt.

Zieht sich der Beklagte nicht auf bloße Verteidigungsmittel zurück, so kann er im Rahmen einer sog. Widerklage eigene Ansprüche gegenüber dem Kläger anhängig machen. Auch hier gibt es z. B. die sog. Drittwiderklage, die sich gegen einen Dritten am Rechtsverhältnis Beteiligten richtet.


Daneben gibt es noch weitere Klagearten, die in speziellen Prozesssituationen zu erwägen sind.


Gerne beraten wir Sie zu Ihrem Fall!



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